Pflanzt Hecken!
Aktualisiert: 6. Sept.
Lebendiges Netzwerk statt lebloser Ackergrenzen
Zum Schutz der letzten Waldstücke in Holstein wurde dort schon seit dem 16. Jahrhundert „durch grundherrliche Weisung der Übergang vom Zaun zur Wallhecke erzwungen. Wenn auch in anderer Art wie in den Alpen, so führte auch hier die fortschreitende Ausdehnung und Verdichtung des Landbaus dazu, daß der Wald in demselben Maße, wie er als Fläche dahinschwand, als Feldhecke das ganze Kulturland mit seinem Segen durchzog. Ihre größte Ausdehnung erreichte die Heckenlandschaft auf deutschem Boden im Verlaufe des 18. Jahrhunderts, in welchem die Anlage von Knicks eine Art Mode wurde. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie mit dem Durchbruch anderer Ansichten über landwirtschaftliche Betriebsführung vielerorts zurückgedrängt und sind aus manchen Gebieten wieder vollkommen verschwunden“ [1]. Nunmehr wurden die Einzelbäume gefällt, „die Hecken niedergeschlagen, der Feldrain unter den Pflug genommen“ [2].
„Träger der Fruchtbarkeit des umschlossenen Raumes ist die Hecke, und das um so mehr, je näher das Land der Küste zu liegt mit ihrem ewigen Westwind“ [3]. Und dennoch gab es Anfang des 20. Jahrhunderts allen Grund, wie folgt zu klagen:
„Es geht ein Mann durch das bunte Land;
Die Meßkarte hält er in der Hand.
Sieht vor sich hin und sieht sich um;
‚Hier ist ja alles schief und krumm!‘
Er blickt zum Bach im Tale hin;
‚Das Buschwerk dort hat keinen Sinn!‘
Die Hecke dünket ihm ein Graus;
‚Die roden wir natürlich aus!‘
Der Wildbirnbaum ist ihm zu krumm;
‚Den hauen wir als ersten um!‘
Die Pappel scheint ihm ohne Zweck;
‚Die muß da selbstverständlich weg!‘
Und also wird mit vieler Kunst
Die Feldmark regelrecht verhunzt!“ [4]
„Leider sind die Hecken stark in Gefahr, vernichtet und durch öde Stacheldrahtzäune ersetzt zu werden“, musste ein Naturschützer vor beinahe 100 Jahren beklagen [5]. Dieses Schicksal trat dann auch weitestgehend ein. Mit diesem Verlust an Strukturvielfalt in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft ging maßgeblich der Verlust an Artenvielfalt einher [6].
Infolge der Industrialisierung der landwirtschaftlichen Produktion wurden ab dem späten 19. Jahrhundert Klagen über die radikale Beseitigung von Hecken und Feldgehölzen immer lauter. Man glaubte, „die von den Einzelbäumen und Strauchreihen eingenommene Fläche der Erzeugung von Nutzpflanzen dienstbar machen zu müssen“ und übersah „völlig, daß man nicht auf die Dauer 100 % von einer Fläche ernten kann. Es müssen 10 oder 15 % [ungenutztes Land] [...] bleiben; denn diese allein gewährleisten die Stetigkeit der 85 oder 90 % Nutzertrag. Hecke und Feldgehölz sind in der Kulturlandschaft Ersatz für den gerodeten Wald und unerläßlich zur Erhaltung des Lebensgleichgewichts und damit der dauernden Ertragsfähigkeit von Wiese und Acker“ [7].

Im zeittypischen Duktus beklagte Hans Klose, zeitweilig der oberste amtliche Naturschützer Deutschlands, die Beseitigung der Hecken wie folgt: „Nationalökonomisch gesehen wäre es nicht zu verantworten, wollte man aus Gründen falsch verstandener ‚Erzeugungsschlacht‘ Hecken morden, die in absehbarer Zeit der Arbeitsdienst erneut würde pflanzen müssen“ [8].
Im Jahr 1937 konstatierte Hans Schwenkel, damals Deutschlands führender Landschaftsgestalter: „Gegen die kurzsichtige Beseitigung der Einzelbäume, Rainhecken und Feldgehölze wendet sich der Naturschutz seit Jahrzehnten. Der wissenschaftlich geschulte und von der Fachpresse und den Bauernführern angetriebene Bauer von heute glaubt, daß er eine Fläche zu 100 v. H. abernten könne, wenn er alle Bäume und Sträucher beseitige. Aber unsere ertragsfähige Getreidesteppe [...] wird durch jeden Baum und Strauch in der Feldflur gestützt“ [9].


Schwenkel forderte daher schon 1937 „die Heranzucht und Pflege von Schnitthecken anstatt der Drahtzäune, um den (die schädlichen Insekten vertilgenden) Vögeln Nistgelegenheit und Unterschlupf zu bieten“ sowie „in trockenen Zeiten die Taubildung zu fördern, die Winde abzuschwächen, Trockenheit und Frost zu mildern, die Verwehung der düngenden Bodenkohlensäure und der Unkrautsamen“ Einhalt zu gebieten [10].
Schon lange ist also bekannt, dass Hecken als Nistgelegenheit, Schneewehenbrecher, Windschutz und Taubewahrer dienen [11]. Gleichwohl wird „die Hecke vielfach nur wie der Blinddarm als [...] nutzloses Organ betrachtet, das man glaubt ohne Bedenken entfernen zu können“ [12].

Gesetzlicher Heckenschutz in Deutschland
Mit der Verordnung zur Erhaltung der Wallhecken vom 29. November 1935 sind „für die meisten nordwestdeutschen Landesteile sämtliche Wallhecken (Knicks) unter Schutz gestellt worden“. Seitdem ist es „allgemein verboten, diese Wallhecken zu beseitigen“. Neben dieser Wallheckenschutzverordnung ist auch § 14 der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 dem Inhalt nach bis heute bedeutsam. Nach ihr ist es nämlich „in der Zeit vom 15. März [heute: 1. März] bis zum 30. September jeden Jahres verboten, in der freien Natur Hecken, Gebüsche und lebende Zäune zu roden, abzuschneiden oder abzubrennen“ [13]. Diese Verordnung sah auch vor, „in allen möglichen Fällen Hecken und Gebüsche neu anzupflanzen und insbesondere den Ersatz von Zäunen aus Holz und Eisen durch lebende Zäune zu fördern“ [14].
Ein Runderlass vom 16. November 1937 forderte zudem die Berücksichtigung des Naturschutzes bei Flurbereinigungsmaßnahmen. Auch diesem Erlass zufolge war grundsätzlich für beseitigte Hecken und Sträucher Ersatz zu schaffen [15]. Es ist anzunehmen, dass diese Ausgleichspflicht vielfach wie folgt ablief: Zwecks Flurzusammenlegung mussten Hecken verschwinden, wofür als Ersatz irgendwo (mit landschaftlich völlig anderer Wirkung) aufgeforstet wurde. Anders ist das Entstehen unserer heutigen Agrarlandschaft nicht zu denken.
Es müsse endlich „umgelernt und die heckenfeindliche Haltung der Bauern aufgegeben werden“, forderte Schwenkel bereits vor knapp 80 Jahren [16].
Immer wieder muss betont werden, dass die „rücksichtslose Beseitigung von Feldhecken auf lange Sicht zu schweren wirtschaftlichen Schäden führt, und zwar nicht nur in anderen Ländern, die ‚uns nichts angehen‘, sondern auch bei uns“, mahnte der erste Präsident des Deutschen Naturschutzringes [17].

Hecken als Lebensraum
Zahlreichen Tier- und Pflanzenarten bieten Hecken Unterschlupf oder Nahrung [18]. Mit ihrem dichten Gezweig eignen sich Hecken z.B. ganz vorzüglich zum Nestbau vieler, vor allem insektenfressender Vogelarten, wie Amsel, Grasmücke, Gartenspötter, Fitis, Heckenbraunelle, Meisen und Neuntöter [19]. Durch einen regelmäßigen Schnitt treibt jeder Zweig erneut aus, wodurch letztlich unzählige Astquirle und -winkel entstehen. Diese bieten Schutz vor Raubtieren und Halt für die Nester [20]. Feldhecken können zudem ein reichhaltiges Insektenleben beherbergen [21], das sowohl die Bestäubung der Ackerpflanzen gewährleistet als auch die Vogelwelt ernährt.
„Eine lebende Hecke hat gegenüber dem Holzzaun oder gar Eisenzaun eine Fülle von Vorteilen.“
Sie „erhält sich praktisch selber“ und „verlangt nur einen gelegentlichen Rückschnitt“. Ihr Hauptwert wird aber seit Jahrzehnten darin gesehen, „daß sie den wichtigsten Insektenvertilgern unter den Singvögeln natürliche Nistgelegenheiten bietet. Wenn heute zahlreiche tierische Schädlinge stärker auftreten als früher, so ist das zum Teil sicherlich auf die verringerten Nistmöglichkeiten für unsere Singvögel zurückzuführen“ [22].
„Hecken sind in vielen Gegenden die letzte Zuflucht für gar mancherlei Pflanzen und Tiere, die sonst nirgends mehr Unterkunft finden.“ Durch ein ausgeglichenes Mikroklima im Innern der Hecke können Arten aus dem Wald und aus dem offenen Land zusammenkommen [23]. Damit leisten Hecken „Wertvolles gegenüber den Zäunen aus leblosen Stoffen, Holz, Eisen oder Drahtgeflecht“ [24].
Hecken stellen also keineswegs „totes Land“ dar, auch deshalb nicht, weil sie für die Erhaltung der dauernden biologischen Leistungsfähigkeit des Bodens als mittelbarer Ertrag mindestens ebenso hoch einzuschätzen sind „wie die unmittelbaren Erträge beim Anbau von Ackerfrüchten auf gleichen Flächen.“ Zudem finden in Hecken „die natürlichen Schädlingsbekämpfer, Vögel, Schlangen und Igel wieder Nist- und Unterschlupfmöglichkeit. Allein diese Tatsache rechtfertigt den verstärkten Einbau von Feldgehölzen“ [25].
Werden die verschiedensten Pflanzen für Hecken verwendet, erhöht sich die Artenvielfalt ungemein. Als Heckenpflanzen werden besonders empfohlen Alpenjohannisbeere, Mehlbeere, Schneebeere, Schwarzer und Roter Holunder, Hartriegel, Traubenkirsche, Liguster, Schlehe, Sanddorn, Faulbaum, Brombeere und Wildrose [26].
„Viele kleine Feldgehölze oder ein Netz von Hecken sind für die Bereicherung einer verarmten Kulturlandschaft auf jeden Fall günstiger als wenige größere Wälder gleicher Flächengröße“ [27]. Hecken sind Lebensräume, „in denen eine große Zahl von ökologischen Nischen auf kleinstem Raum besetzt werden“ können [28]. Ein Netzwerk aus Hecken und Freiflächen verbindet verschiedenste Lebensräume und bietet eine größere Strukturvielfalt als reiner Wald. Damit geht automatisch eine höhere Artenvielfalt einher.

Hecken als Schädlingsvernichter statt Schädlingsherde
„Mitteleuropa besteht heute fast ganz aus Kulturland. An diesem wiederum haben die landwirtschaftlich genutzten Flächen den weitaus größten Anteil.“ Neben der Erhaltung ungenutzter Flächen ist es eine ebenso dringliche Aufgabe des Naturschutzes, „die Maßnahmen des Menschen in der Kulturlandschaft so zu gestalten, daß sie mit den wirtschaftlichen Notwendigkeiten im Einklang stehen und zugleich einen Schutz der Natur darstellen“ [29]. Während in von Feldgehölzen bereinigten Agrarlandschaften Mäuse häufig als Plage empfunden werden, sind in der abwechslungsreichen, gegliederten Heckenlandschaft „regelmäßige Feldmausplagen unbekannt“ [30].
Seit beinahe einem Jahrhundert wird immer wieder auf den land(wirt)schaftlichen und ökologischen Nutzen von Hecken hingewiesen [31]. Wolfgang Tischler, ab 1963 erster Professor für Ökologie (als eigenständiges Fach) in Deutschland, verwies regelmäßig auf die positiven Effekte der Hecken auf die Bodenfruchtbarkeit: Hecken tragen langfristig zur landwirtschaftlichen Ertragssicherung bei insbesondere „aufgrund von starker Minderung der Erosionswirkung des Windes“ [32].
Vorurteile gegenüber Hecken halten sich allerdings hartnäckig. Noch 1951 musste konstatiert werden: „Die Mehrzahl unserer Bauern ist auf Grund ihres rationalistischen Denkens, das ihnen in diesem Falle aber nur Augenblickserfolge verspricht und in der Zukunft schadet, jede Hecke ein Ding, das nur unnütz Land in Anspruch nimmt, und sie sehen nicht, daß im allgemeinen die Vorteile bei weitem überwiegen. Überall, wo man bisher Ertragsmessungen durchführte, waren die durch Hecken geschützten Flächen den ungeschützten weit voraus“ [33].
Zum Beispiel wird behauptet, Hecken „seien Herde von Ackerunkräutern, denen man nur durch Roden der Sträucher beikommen könnte. Dies ist nun eine botanische Unmöglichkeit. Alle Ackerunkräuter sind Lichtpflanzen, die im Schatten und Wurzeldruck der Hecken gar nicht gedeihen können. Und von dem, was an Kräutern unter den Büschen wächst – es sind ausschließlich ausdauernde Gewächse –, kann sich nichts in der freien Wiese halten und schon gar nicht im Acker [...]. Wohl aber halten die Hecken viel im Winde antreibenden Unkrautsamen auf, der unter ihnen zu Muttererde werden muß, weil ihm dort zwar das Keimen, nicht aber das Weiterwachsen möglich ist“ [34].
„Sodann wird behauptet, daß die Hecken Brutnester schädlicher Tiere seien. Das ist aus ähnlichen Gründen falsch. Was in der freien Fläche sich wohlfühlt und bis zum Schädling sich vermehren kann, wenn nur die Flächen groß genug sind, wie etwa die Feldmäuse auf dem Acker und die Kohlschnakenlarven in der Wiese, das gedeiht nicht im Schatten der Büsche. Dagegen sind dort die Schlupfwinkel der Wiesel und der Igel, die den Mäusen zu Leibe gehen; auf den Einzelbäumen horsten die Bussarde und Falken, die auf Feldmäuse, Wühlmäuse, Maikäfer, Heuschrecken, Maulwurfsgrillen Jagd machen; in den Büschen nisten die Freibrüter unter den insektenfressenden Singvögeln“ [35].
Aber diese Vogelwelt kann ihren Auftrag nur erfüllen, „wenn Reihen von Büschen die ganze Flur durchziehen; denn kein Heckenbrüter fliegt weiter als 40 bis 50 Meter über freies Feld. Über die ständige Zunahme der Schadinsekten braucht man sich nicht zu wundern, wenn glaubwürdige Naturbeobachter, die Erfahrungen über sechzig Jahre hin besitzen, versichern, daß innerhalb dieses Zeitraumes unser Bestand an Singvögeln auf weniger als ein Zehntel gesunken ist, und das nur wegen der Vernichtung ihres Nistraumes“ [36].
„Man muß einmal an einem sonnigen Tag Ende Mai, Anfang Juni durch eine noch unversehrte Wildheckenlandschaft gegangen sein und das unermüdliche Singen und Pfeifen und Zwitschern und Tirilieren im Bereich dieser Gebüschreihen gehört haben, um solche Angaben als durchaus glaubhaft zu empfinden. Wie viel kostenlose unermüdliche und vor allem erfolgssichere Hilfe ist dem Bauern mit diesem Hinschwinden der einheimischen Singvogelwelt verlorengegangen, die nun durch mühevolle und zeitraubende Bekämpfung der Schädlinge mit kostspieligen [...] chemischen Mitteln ersetzt werden muß“ [37].
„Wer Einzelbäume, Hecken und Sträucher erhält und dadurch die Vögel an die Gegend fesselt, der bekämpft die Forst-, Feld- und Gartenschädlingen [...] naturgemäßer und deshalb wirksamer als durch chemische Mittel“ [38].
All die „segensreichen Auswirkungen von Büschen und Bäumen kommen natürlich noch ganz anders zur Geltung, wenn sie nicht regellos und zufällig in der Gegend stehen, sondern in ein sinnvolles Heckennetz zusammengefaßt sind“ [39]. Zwischen den Waldlandschaften sollte „das Freiland mit einem Netz von Knicks [Hecken] bedeckt sein und nicht zu einer busch- und baumleeren öden ‚rationalisierten‘ Landschaft rasiert werden. Weiden, Wiesen und Äcker finden durch die Hecken Anschluß an natürliche Lebensverbände von Pflanzen und Tieren, die Landschaft wird durch sie wuchshaft gestaltet und lebendig“ [40].

Hecken für verbesserte Wachstumsbedingungen
Neben der natürlichen Schädlingsbekämpfung, die Hecken mit sich bringen, sorgt eine strukturreiche Landschaft für den Windschutz der Ackerpflanzen [41]. „Die Hauptwirksamkeit der Hecken auf die dazwischenliegenden Pflanzenkulturen liegt in ihren kleinklimatischen Einflüssen“. In trockenem Klima „läßt sich durch Schutzanpflanzungen der örtliche Wasserhaushalt der Landschaft verbessern und dadurch die Ernte mancher Kulturpflanzen steigern“ [42]. „Feldgehölze und Hecken sind kleine Wasserreservoire, wie es der Wald im großen ist“ [43].
Wo aber Feuchtigkeit im Überfluss vorkommt, den Kulturpflanzen lediglich die optimale Wärme fehlt, „wirkt sich ein Netz von Hecken durch Abschwächung der Windturbulenz und, da der Wärmetransport nach oben vermindert und die Verdunstung herabgesetzt ist, durch Erhöhung der Temperatur vorteilhaft auf die Feldkulturen aus“ [44].

„Eine Hecke von 2 m Höhe steigert die mittlere Bodentemperatur noch auf 150 m Abstand um 1-2° C. Der geringere Winddruck wirkt weniger stark auf die Verdunstung und Austrocknung. Bodenfeuchte und -struktur werden länger erhalten, und zuletzt wird die so wichtige Bodenkohlensäure weniger ‚verblasen‘. In einem geschlossenen Wachstumsraum ergibt sich demnach üppigeres Wachstum, frühere Reife, Bildung stärkerer Blattmassen, Erhaltung des Humus“ [45]. „Diese höhere Bodenfeuchtigkeit“, wie sie durch Hecken gewährleistet wird, „wirkt günstig auf die Gare des Bodens und das Bakterienleben“ [46].
Hecken schwächen überdies Starkregen erheblich ab und bieten dadurch dreifachen Nutzen: „1. Sie verhindern oder schwächen zum mindesten das Abfließen des Wassers und damit die Bodenerosion ab [wodurch ansonsten wertvolle Nährstoffe dem Ackerboden verlorengehen!]. 2. Zuplatzen und Verschlämmen der Krume wird abgeschwächt und z. T. verhindert. Aus 1. und 2. folgt 3. Es zieht mehr Feuchtigkeit in den Boden ein.“ Dadurch wird „eine bessere und leichtere Bearbeitung“ des Bodens begünstigt [47].
In kalten und sehr windreichen Gegenden müssten Hecken „geradezu aus wirtschaftlichen Gründen angelegt werden, wenn sie nicht vorhanden wären“ [48]. Wenn an einer Weidekoppel vereinzelte Heckenrosen und Weißdornsträucher im Abstand von 1,50 und 3 m stehen, so konnte hinter jedem einzelnen Strauch eine schadensfreie Fläche von 15 bis 20 m² festgestellt werden [49]. „Die Windschutzwirkung kann sich mindestens auf das zehnfache der Heckenhöhe erstrecken“ [50]. Werden Hecke für den Windschutz aufgesucht, weil wir dadurch weniger frieren, gilt dasselbe auch für heckenbeschirmte Pflanzen [51]. Dadurch, dass sich hinter Hecken Schnee länger hält, wird zudem die Frosthärte abgemildert und der Boden erwärmt sich infolgedessen im Frühjahr schneller [52].
In Schleswig-Holstein hat sich in den 1960er Jahren „ein Abstand der in Nord-Südrichtung verlaufenden Wallhecken von 150-300 m, für diejenigen in Ost-Westrichtung von 1 km ergeben“ (vorherrschende Windrichtung aus Westen) [53]. Der Verlust an Nutzfläche wird aufgefangen „durch Verhinderung der Bodenerosion besonders in Gebieten leichter Böden und durch höhere Ernten mancher Kulturpflanzen“ [54]. Im Gegensatz zum heckenfreien Gelände wird eine höhere Durchschnittswärme erreicht, was zu größeren Ernteerträgen (Getreide, Kartoffel) führt [55]. „Die geländeklimatischen Wirkungen erbringen eine Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge im Lee-Bereich der Hecke von 120 bis 140 Prozent des Durchschnittsertrages der Fläche bis in eine Entfernung von circa 150 Metern“ [56].

Die Wirkung der höheren Temperatur auf einem von Hecken umsäumten Feld „kann man während der gesamten Vegetationszeit beobachten. Die Saat keimt schneller und ist eine ganze Zeitlang der später gekeimten weit voraus, denn sie kann das Bodenwasser“ viel besser ausnutzen [57]. „Mit steigendem Knickbestand pro ha steigt auch der Ertrag“ [58].
Schlechtes Wachstum der Kulturpflanzen beschränkt sich allenfalls auf die schmale Zone des Regenschattens und der Wurzelwirkung, wobei „Verluste durch höhere Erträge jenseits dieser Randzone mehr als ausgeglichen“ werden. „Unkräuter des offenen Landes breiten sich nicht von Hecken [...] auf Felder und Grünland aus.“ Wie gesagt: „Ackerunkräuter sind mit wenigen Ausnahmen Lichtpflanzen oder Ruderalarten“ [59].
Der Einwand, „daß die die Feldflur durchziehenden Gehölzstreifen den Einsatz von Großmaschinen unmöglich machen, ist nicht stichhaltig, denn die Wirksamkeit der Windschutzpflanzung reicht etwa 200-300 Meter nach beiden Seiten, so daß Schläge von 400-600 Meter Länge in der Regel ausgewiesen werden können“ [60]. Ein engmaschiges Netz würde jedoch die multiple Wirksamkeit der Hecken erhöhen.
Dennoch gibt es für private Vorhaben von Heckenpflanzungen durchaus – wenn auch nicht gesetzliche, aber finanzielle – Hürden, die die Umsetzung bremsen. Entsprechende Förderungen sind auf die Großlandwirtschaft ausgelegt, weshalb kleinteiligere Projekte oftmals nicht die Richtlinien erfüllen können. So muss beispielsweise für viele Förderprogramme ein Reihenabstand von mind. 20 Metern oder eine Heckenbreite von sechs Metern eingehalten werden.

Schattenspender als natürliche Abgrenzung
Hecken beschirmen nicht nur Feldfrüchte. Besonders auch für Weidetiere stellen Hecken wichtige Strukturen dar, die Windschutz und Schatten spenden [61]. Bis zu vier Meter hohe „Grünmauern bieten dem auf der Weide stehenden Vieh während des Sommers Schutz gegen die sengenden Sonnenstrahlen, aber auch bei Sturm, Schnee und Regen verbirgt sich das Vieh gern hinter den schützenden Heckenwänden“ [62].
Durch ein besseres Wohlbefinden der Nutztiere steigt auch die Qualität ihrer Produkte. Im Schutz der Hecken kann das Vieh im Herbst länger auf der Weide bleiben und im Frühjahr eher ausgetrieben werden, weil die Vegetation dort früher in Gang kommt [63]. Das Knicken der Wallhecken in Schleswig-Holstein war früher in der Fruchtfolge eingepasst, „so daß die Hecken im 7. und 8. Jahr Viehweiden einschlossen und als Schattenspender dienen konnten“ [64].
Hecken dienen außerdem als natürliche Barrieren für das Vieh, die zugleich einen ökologischen Nutzen mit sich bringen. Zäune grenzen nur ab und erfüllen darüber hinaus gar keine Funktion.

Mitteleuropa ist durchzogen von Zäunen und landschaftszerschneidenden Elementen unterschiedlichster Art. Zäune besitzen gar keine positiven Effekte auf Natur und Tierwelt. Indem sie verschiedene Nutzungsinteressen abstecken, sind Zäune geradezu ein Sinnbild für einen Umgang mit unserer Landschaft, die zweckmäßiger kaum sein könnte.
Wir haben gesehen: Vor genau diesem Zweckmäßigkeitsdenken wird seit über 100 Jahren gewarnt. Mit Staunen muss man feststellen, für wie ungeeignet Hecken als Zaunersatz offenbar gehalten wurden. Vielleicht dauerte das Anwachsen der Heckenstruktur für die Menschen schlichtweg zu lange. Zwar hätte die Einzäunung anfänglich dem Schutz der jungen Hecke gedient, aber Jahre später wäre der Zaun überflüssig geworden. Als Resultat hätten wir jetzt wohl eine heckenreiche(re) Landschaft.

Wahrscheinlich geht die größte Lebensraumzerschneidung der heutigen Zeit mit der Abzäunung der zahlreichen Schnellstraßen einher. Der direkte Schutz vor Mensch und Wildtier ist dadurch zweifellos wirksam erreicht. Als biologisch bzw. ökologisch denkender Mensch kann man sich des Eindrucks allerdings nicht erwehren, dass bei der Umsetzung einmal mehr zu kurz gedacht wurde bzw. das Tun landschaftsbiologisch und tierökologisch kaum hinterfragt wird.
Warum werden nicht Gitterhecken angepflanzt, um die biologisch (wie lärmschutztechnisch) wertlosen Wildschutzzäune zu ersetzen? Ein Drahtzaun bietet nun mal keine Nistmöglichkeiten und auch keinen Schutz vor Winderosion, der den kostbaren Boden der Land(wirt)schaft entzieht. Auch bieten Zäune keinen Schutz vor Lärm und Licht.
Zugegebenermaßen würde bei den geforderten sehr dichten Hecken der lebensraumzerschneidende Effekt für größere Wildtiere bestehen bleiben (Wildbrücken könnten hier bedingt Abhilfe schaffen). Unzähligen Vogelarten, Reptilien, Amphibien und Kleinsäugern wäre mit der Bereitstellung solcher Feldgehölze jedoch erheblich geholfen.
„Wildsperrzäune“ sollten „nicht aus landschaftsstörenden Metallen, Geflechten oder Kunststoffen“ bestehen, „sondern als lebende natürliche Hecke“ hergestellt werden. Insbesondere die „Gitterhecke“ erfüllt Hubert Weinzierl (ehemaliger Präsident des Deutschen Naturschutzringes) zufolge „die Forderung eines sonst häßlichen Drahtgeflechtes“ [65].
Bei der Gitterhecke werden einzelne Bäumchen und Sträucher zu einer Hecke zusammengeflochten, wodurch ein lebendiger Zaun entsteht. Durch das intensive Ineinanderwachsen der einzelnen „Bauelemente“ kann die Hecke von selbst Lücken zuwachsen lassen. Für eine Gitterhecke eignen sich insbesondere Eberesche, Ahorn, Linde, Weide, Hainbuche, Rotbuche und Japanlärche. In einem Abstand von etwa 15 cm werden die Bäumchen gepflanzt, sodass ungefähr 7 Pflanzen auf den laufenden Meter fallen [66].

Pflanzt Hecken!
Vor 60 Jahren zählte Weinzierl die Vorteile auf, welche Hecken und Feldgehölze gewähren. Aufgrund ihres zeitlosen Charakters sollen diese Vorteile im originalen Wortlaut als Fazit wiedergegeben werden [67]:
1. „Hecken und Feldgehölze tragen wesentlich zur Steigerung der landwirtschaftlichen Erträge bei, da sie den Wind bremsen und dadurch die Verdunstung herabmindern, Regenwasser und Schnee horten, Kohlensäure anreichern und zur vermehrten Taubildung beisteuern. Taubildung erfolgt nur bei Windstille und kann ein Drittel der Jahresniederschläge ausmachen. Ein alter Bauernspruch lautet: „Grummet wächst vom Tau.“ Nach neuesten Forschungsergebnissen lassen sich die Erträge bei Getreide um 25%, bei Rüben um 30%, bei Obst und bei Kohl um 50%, bei hochwertigen Kulturen wie Gurken und Tomaten sogar um 100% und mehr je nach den örtlichen Verhältnissen steigern. Denn im Windschatten entwickeln sich die Pflanzen besser, und der Fruchtansatz steigt.“
2. „Hecken und Feldgehölze schwächen den Frost, beeinflussen den Wasserhaushalt in günstiger Weise und sind insgesamt zur Erhaltung günstiger Kleinklimaverhältnisse von enormem Nutzen. Jedoch auch das Großklima wird durch eine gesunde Heckenlandschaft beeinflußt. Die Wirkung einer Hecke erstreckt sich auf eine Fläche vom 15fachen ihrer Höhe; ein 10m hohes Feldgehölz oder eine 5m hohe Hecke schützen also 150, bzw. 75m dahinterliegendes Ackerland. Die jungen Saaten werden somit vor den Schädigungen des Windes geschützt, die Keimung wird gefördert.
3. „Hecken und Feldgehölze bessern die Bodenverhältnisse; sie bilden Schutz gegen die Bodenerosion (Windverwehung) und Humusabschwemmung und erhalten dadurch wertvolle Muttererde und Mineraldünger. Ebenso verhindern sie Schneeverwehungen.“
4. „Hecken und Feldgehölze bergen die natürlichen Feinde der landwirtschaftlichen Schädlinge. Hier leben Igel, Wiesel, Iltis, Ringelnatter, welche insbesondere Jagd auf schädliche Mäuse machen. Nützliche Vogelarten finden Deckung, Nahrung und Brutgelegenheit. Die Unsummen, welche jährlich für die chemische Begiftung der Felder ausgegeben werden, können auf solche Weise verringert werden.“
5. „In Gegenden mit Viehweide bieten Hecken und Flurgehölze, ja bereits eine einzelne Baumreihe Schatten gegen die Mittagshitze. Die hierdurch bedingte Steigerung des Milchertrages konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden.“
6. „Dem Imker spenden Hecken und Feldgehölze mit ihren verschiedenartigen Straucharten, die über das ganze Jahr hin blühen, eine hervorragende Bienenweide.“
7. „Die Verbreitung des Unkrautsamens wird durch die Abbremsung des Windes verhindert.“
8. „Hecken und Feldgehölze geben dem Wild Einstand und Äsung und helfen somit Wildschäden verhüten.“

Mit ihren zahlreichen Vorzügen können Hecken zu einem Schlüssel in der Abschwächung der Folgen von Klimawandel und Biodiversitätskrise werden [68]. Forschende des Thünen-Instituts fordern daher: „Hecken als Kohlenstoffsenke und Lebensraum in der Agrarlandschaft fördern – Umsetzung erleichtern“ [69]. Bei der Umsetzung von Heckenprojekten sollten auch örtliche Schülerinnen und Schüler einbezogen werden [70], um das Verständnis für ökologische Zusammenhänge zu stärken.
Tristan Kallweit für ArtenReich
Quellen
[1] Alwin Seifert (1944): Die Heckenlandschaft. Potsdam: Eduard Stichnote, S. 16.
[2] A. Metternich (1949): Die Wüste droht. Bremen: Friedrich Trüjen, S. 93.
[3] Seifert (1944): Die Heckenlandschaft, S. 19.
[4] Hermann Löns zitiert nach Marie Jaedicke (1927): Naturschutz-Brevier. Neudamm: J. Neumann, S. 32.
[5] M. Schwickerath (1933): Heckenlandschaft. Naturschutz 15(9): 193-196, S. 195.
[6] Wolfgang Tischler (1951): Die Hecke als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, unter besonderer Berücksichtigung ihrer Schädlinge. Erdkunde 5(2): 125-132; Margret Rotter & Gerhard Kneitz (1977): Die Fauna der Hecken und Feldgehölze und ihre Beziehung zur umgebenden Agrarlandschaft. Waldhygiene 12(1-3): 1-82; Neal R. Haddaway, Colin Brown, Jacqui Eales, Sönke Eggers, Jonas Josefsson, Brian Kronvang, Nicola P. Randall und Jaana Uusi-Kämppä (2018): The multifunctional roles of vegetated strips around and within agricultural fields. Environmental Evidence 7(14); Ian Montgomery und Neil Reid (2024): The impact and management of hedgerows in promoting biodiversity in agricultural landscapes. In: Nick Reid und Rhiannon Smith (Hrsg.), Managing biodiversity in agricultural landscapes: Conservation, restoration and rewilding, 221-271. Cambridge: Burleigh Doods Science.
[7] Alwin Seifert (1937): Die Versteppung Deutschlands. Naturdenkmalpflege und Naturschutz in Berlin und Brandenburg 3(31): 273-283, S. 280.
[8] Hans Klose (1937): Der Schutz der Landschaft nach § 5 des Reichsnaturschutzgesetzes. In: Reichsstelle für Naturschutz (Hrsg.), Der Schutz der Landschaft nach dem Reichsnaturschutzgesetz, 5-20. Berlin: J. Neumann, S. 18.
[9] Hans Schwenkel (1937): Naturschutz und Landschaftspflege in der dörflichen Flur. In: Reichsstelle für Naturschutz (Hrsg.), Der Schutz der Landschaft nach dem Reichsnaturschutzgesetz, 21-39. Berlin: J. Neumann, S. 27.
[10] Schwenkel (1937): Naturschutz und Landschaftspflege in der dörflichen Flur, S. 37. So auch in Hans Schwenkel (1938): Natürliche Grenzen der „Flurbereinigung“ und Gefahren der Kultursteppe. Kosmos 35: 94-101, S. 99.
[11] Arthur von Kruedener (1951): Ingenieurbiologie. München: Ernst Reinhardt, S. 160. Vgl. Walther Schoenichen (1939): Biologie der Landschaft. Neudamm/Berlin: J. Neumann, S. 116.
[12] Schoenichen (1939): Biologie der Landschaft, S. 117.
[13] Werner Weber (1938): Das Recht des Landschaftsschutzes. Neudamm/Berlin: J. Neumann, S. 24. Die Wallheckenschutzverordnung ist auch abgedruckt in Albert Lorz (1961): Naturschutz-, Tierschutz- und Jagdrecht. München/Berlin: C. H. Beck, S. 167-171.
[14] Raabe (1939): Mehr Schutz den Hecken in der freien Natur. Der märkische Naturschutz 4(39): 171-172, S. 172.
[15] Weber (1938): Das Recht des Landschaftsschutzes, S. 94.
[16] Hans Schwenkel (1943): Landschaftspflege und Landwirtschaft. Forschungsdienst 15(1/2): 118-138, S. 126.
[17] Hans Krieg (1952): Mission der Jäger. Wild und Hund 54(26): 553.
[18] Einen sehr guten Überblick bieten Rotter & Kneitz (1977): Die Fauna der Hecken.
[19] Tischler (1951): Die Hecke als Lebensraum, S. 126.
[20] Irene Jost (1934): Die Hecke, die günstige Niststätte für viele unsrer Vögel. Naturschutz 16(2): 43. Vgl. Ludwig Zukowsky (1941): Schaffung und Erhaltung natürlicher Hecken – eine vordringliche Forderung des Tierschutzes. Reichstierschutzblatt (F) 2 (März/April): 1-2, S. 2. So auch Friedrich Schwabe (1929): Die Bedeutung der Hecken für die deutsche Landschaft. Jahrbuch für Vogelschutz 1929: 53-59, S. 54-56.
[21] Vgl. Hans Schiemenz (1964): Beitrag zur Kenntnis der Zikadenfauna (Homoptera Auchenorrhyncha) und ihrer Ökologie in Feldhecken, Restwäldern und den angrenzenden Fluren. Archiv für Naturschutz und Landschaftsforschung 4(4): 163-189.
[22] n. (1941): Der Wert der Hecken! Freude am Leben 18(8/9): 142. Zum Problem landwirtschaftlicher Schädlinge ausführlich Tischler (1951): Die Hecke als Lebensraum, S. 129-131.
[23] Wolfgang Tischler (1965): Agrarökologie. Jena: Gustav Fischer, S. 77.
[24] Schwabe (1929): Die Bedeutung der Hecken, S. 54-56.
[25] Werner Junge (1942): Aufbauelemente einer deutschen Heimatlandschaft. In: Konrad Meyer (Hrsg.), Landvolk im Werden, 303-310. Berlin: Deutsche Landbuchhandlung, S. 305.
[26] Zukowsky (1941): Schaffung und Erhaltung natürlicher Hecken, S. 2.
[27] Wolfgang Tischler (1961): Gedanken über Agrarökologie und Landschaftsschutz. Natur und Landschaft 36(5): 79-81, S. 80.
[28] Rotter & Kneitz (1977): Die Fauna der Hecken, S. 75.
[29] Tischler (1961): Gedanken über Agrarökologie und Landschaftsschutz, S. 80.
[30] Tischler (1961): Gedanken über Agrarökologie und Landschaftsschutz, S. 80.
[31] Vgl. Friedrich Schwabe (1927): Die Herstellung und Hegung lebender Hecken. 2. Aufl. Mühlhausen: Urquell; Raabe (1939): Mehr Schutz den Hecken in der freien Natur; Schoenichen (1939): Biologie der Landschaft, S. 115-122; Heinrich Friedrich Wiepking-Jürgensmann (1942): Die Landschaftsfibel. Berlin: Deutsche Landbuchhandlung, S. 275-306; H. Wendt (1951): Der Einfluss der Hecken auf den landwirtschaftlichen Ertrag. Erdkunde 5(2): 115-125; Walter Hellmich (1953): Natur- und Heimatschutz. Stuttgart: Kosmos, S. 50; Wolfgang Engelhardt (1954): Naturschutz. München: Bayerischer Schulbuchverlag, S. 33-35; Hans Schwenkel (1957): Die Landschaft als Natur und Menschenwerk. Stuttgart: Kosmos, S. 48; Fred Kurt (1982): Naturschutz – Illusion und Wirklichkeit. Hamburg/Berlin: Paul Parey, S. 176-178.
[32] Thomas Potthast (2006): Naturschutz und Naturwissenschaft – Symbiose oder Antagonismus? In: Hans-Werner Frohn und Friedemann Schmoll (Hrsg.), Natur und Staat. Staatlicher Naturschutz in Deutschland 1906-2006, 343-444. Münster/Bonn-Bad Godesberg: Landwirtschaftsverlag / Bundesamt für Naturschutz, S. 398.
[33] Wendt (1951): Der Einfluss der Hecken auf den landwirtschaftlichen Ertrag, S. 117.
[34] Seifert (1944): Die Heckenlandschaft, S. 21. Vgl. Wendt (1951): Der Einfluss der Hecken auf den landwirtschaftlichen Ertrag, S. 124.
[35] Seifert (1944): Die Heckenlandschaft, S. 22.
[36] Seifert (1944): Die Heckenlandschaft, S. 22.
[37] Seifert (1944): Die Heckenlandschaft, S. 22.
[38] Fritz Lense (1940): Ausführungen zum Naturschutz für den Bergwachtmann. In: Deutscher Alpenverein & Reichsstelle für Naturschutz (Hrsg.), Naturschutz-Merkbuch des deutschen Alpenvereins und seiner Bergwacht, 22-62. München: Bruckmann, S. 24-25. Vgl. Montgomery und Reid (2024): The impact and management of hedgerows in promoting biodiversity in agricultural landscapes.
[39] Seifert (1944): Die Heckenlandschaft, S. 23, 31. Vgl. Wendt (1951): Der Einfluss der Hecken auf den landwirtschaftlichen Ertrag, S. 124.
[40] Eduard Kirwald (1944) Grundzüge der Forstlichen Wasserhaushaltstechnik. Neudamm: J. Neumann, S. 196.
[41] J. Peitzmeier (1959): Windschutzhecken und biologische Schädlingsbekämpfung. Natur und Heimat 19(4): 103-106. Dazu allgemein Rotter & Kneitz (1977): Die Fauna der Hecken.
[42] Tischler (1961): Gedanken über Agrarökologie und Landschaftsschutz, S. 80.
[43] Metternich (1949): Die Wüste droht, S. 94. Vgl. Kirwald (1944) Grundzüge der Forstlichen Wasserhaushaltstechnik, S. 196.
[44] Tischler (1961): Gedanken über Agrarökologie und Landschaftsschutz, S. 81.
[45] Ehrenfried Pfeiffer (1942): Gesunde und kranke Landschaft. Berlin: Alfred Metzner, S. 34. Zur Windschutzwirkung von Hecken siehe auch Max Woelfle (1939): Waldbau und Forstmeteorologie. Neudamm/Berlin: J. Neumann, S. 55-57.
[46] Wendt (1951): Der Einfluss der Hecken auf den landwirtschaftlichen Ertrag, S. 115.
[47] Wendt (1951): Der Einfluss der Hecken auf den landwirtschaftlichen Ertrag, S. 115.
[48] Hans Schwenkel (1938): Grundzüge der Landschaftspflege. Neudamm/Berlin: J. Neumann, S. 101.
[49] Gerhard Olschowy (1956): Landespflegerische Maßnahmen als Mittel zur Klimalenkung. In: Konrad Buchwald, Oswald Rathfelder und Walter Zimmermann (Hrsg.), Festschrift für Hans Schwenkel zum 70. Geburtstag, 190-213. Ludwigsburg: Veröffentlichungen der Landesstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Baden-Württemberg, S. 208.
[50] Tischler (1965): Agrarökologie, S. 80.
[51] Theo Müller (1956): Windschutz und Ertrag auf der Schwäbischen Alb. In: Konrad Buchwald, Oswald Rathfelder und Walter Zimmermann (Hrsg.), Festschrift für Hans Schwenkel zum 70. Geburtstag, 214-231. Ludwigsburg: Veröffentlichungen der Landesstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Baden-Württemberg, S. 220.
[52] Wendt (1951): Der Einfluss der Hecken auf den landwirtschaftlichen Ertrag, S. 116. Diese Aussage gilt nur für eine Heckenlandschaft, nicht für vereinzelte Hecken.
[53] Tischler (1965): Agrarökologie, S. 80.
[54] Tischler (1965): Agrarökologie, S. 80.
[55] Tischler (1965): Agrarökologie, S. 81. Vgl. Müller (1956): Windschutz und Ertrag auf der Schwäbischen Alb, S. 225: „Dabei betrug die mittlere Ertragssteigerung in Lee berechnet auf eine Entfernung von 70 m (= 20fache Heckenhöhe) von der Hecke im Vergleich zum Ertrag des Freilandpunktes bei 110 m Lee: 1953 Gerste 16,6 %, Kartoffeln 19,4%; 1954 Dinkel 9,7%, Kartoffeln 9%; 1955 Weizen 25,8%.“ Für ähnliche Messungen zur Ertragssteigerung durch Hecken, siehe Wendt (1951): Der Einfluss der Hecken auf den landwirtschaftlichen Ertrag; Gerhard Olschowy (1978): Landespflegerische Mittel zur Lenkung des örtlichen Klimas. In: Gerhard Olschowy (Hrgs.), Natur- und Umweltschutz in der Bundesrepublik Deutschland, 234-245. Hamburg/Berlin: Paul Parey, S. 239-241.
[56] Bernd Reuter (2018): Bäume in der Kulturlandschaft. München: oekom, S. 117-118.
[57] Wendt (1951): Der Einfluss der Hecken auf den landwirtschaftlichen Ertrag, S. 116.
[58] Wendt (1951): Der Einfluss der Hecken auf den landwirtschaftlichen Ertrag, S. 119.
[59] Tischler (1965): Agrarökologie, S. 81. Vgl. W. Denecke (1955): Der Knick. Kosmos 51: 314-319, S. 318-319; Tischler (1961): Gedanken über Agrarökologie und Landschaftsschutz.
[60] Junge (1942): Aufbauelemente einer deutschen Heimatlandschaft, S. 305.
[61] Denecke (1955): Der Knick, S. 315.
[62] Zukowsky (1941): Schaffung und Erhaltung natürlicher Hecken, S. 1.
[63] Wendt (1951): Der Einfluss der Hecken auf den landwirtschaftlichen Ertrag, S. 123.
[64] Tischler (1951): Die Hecke als Lebensraum, S. 129.
[65] Hubert Weinzierl (1972): Reviergestaltung. 2. Aufl. München: BLV, S. 170-171. Den landschaftszerschneidenden Effekt von Straßen (und Zäunen) würden flankierende Hecken gewissermaßen aufheben, weil durch sie andere Lebensräume entstehen und verbunden werden. Vgl. Dietmar Klenke (1996): Autobahnbau und Naturschutz in Deutschland. Eine Liaison von Nationalpolitik, Landschaftspflege und Motorisierungsvision bis zur ökologischen Wende der siebziger Jahre. In: Matthias Frese und Michael Prinz (Hrsg.), Politische Zäsuren und gesellschaftlicher Wandel im 20. Jahrhundert, 465-498. Paderborn: Ferdinand Schöningh, S. 475.
[66] Weinzierl (1972): Reviergestaltung, S. 171.
[67] Hubert Weinzierl (1966): Schutz der Hecken und Feldgehölze. In: Hubert Weinzierl (Hrgs.), Natur in Not. Naturschutz – eine Existensfrage, 219-235. München: Gersbach & Sohn, S. 220-221. Fast alle genannten Punkte finden sich auch im Aufsatz von Wendt (1951): Der Einfluss der Hecken auf den landwirtschaftlichen Ertrag.
[68] Ian Montgomery, Tancredi Caruso und Neil Reid (2020): Hedgerows as Ecosystems: Service Delivery, Management, Restoration. Annual Review of Ecology, Evolution and Systematics 51(1): 81-102; Katherine Clark, Alice L. Mauchline, Tijana Blanuša, Michelle Felton, Simon Potts und Michael P. D. Garratt (2025): The multiple benefits delivered by hedgerows: Where is the evidence and does it meet current knowledge needs? People and Nature 7(10): 2437-2450.
[69] B. Schütze, S. Heukrodt, M. Kruse, M. Landmann, H. A. Lembke, F. Schmidt et al. (2025): Hecken als Kohlenstoffsenke und Lebensraum in der Agrarlandschaft fördern – Umsetzung erleichtern. In: Berichte über Landwirtschaft – Zeitschrift für Agrarpolitik und Landwirtschaft 103: DOI: 10.12767/BUEL.V10312.552.
[70] Vgl. M. Schwickerath (1955): Schülerbeiträge zu dem Thema „Westdeutsche Hecken und Heckenlandschaften“. Natur und Landschaft 30(3): 37-41.






Ein wirklich schöner Beitrag! 🌿 Es ist schön zu sehen, wie wichtig Hecken für unsere Natur und die Artenvielfalt sind. Solche Projekte zeigen, dass auch kleine Maßnahmen einen großen Unterschied machen können. Danke fürs Teilen und für euren Einsatz! 👏🌱