Amphibien auf der Spur, Teil 5
- 7. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Die Frühaufsteher - der Teichmolch
Wie die übrigen Frühaufsteher auch, begibt sich der Teichmolch bereits gen Ende des Winters auf den Weg zu seinen Laichgewässern, im Gegensatz zu den zugehörigen Fröschen und Kröten, beginnt seine Balz jedoch nicht direkt nachdem das Gewässer erreicht ist.
Da die Wanderung der Molche eher heimlich verläuft, lassen sich diese hierbei eher selten sichten.
Dieser ähnelt eher einer Eidechse, ist jedoch tatsächlich ein Amphib und der häufigste Vertreter unserer heimischen Molcharten.

Sollte euch ein Teichmolch über den Weg laufen, könnt ihr ihn an den folgenden Merkmalen erkennen: Das Fehlen von Schuppen im Vergleich zu Eidechsen, einen vergleichsweise rundlichen Kopf, einen seitlich abgeflachten ruderartigen Schwanz sowie eine bräunliche Oberseite mit helleren Streifen und dunklen Pünktchenmustern entlang des Rückens und der Flanken bei Weibchen bzw. eine eher gräuliche Farbgebung mit größeren und auffälligeren schwarzen Flecken bei Männchen. Beide Geschlechter besitzen eine von Weiß an den Rändern in ein leuchtendes Orange in der Mitte überlaufende Bauchseite, wobei die orangen Bereiche bei Männchen größer ausfallen. Am Eindrucksvollsten sehen die Tiere jedoch während ihrer Balzperiode im späteren Frühjahr aus – dann haben sich die Flossensäume des Teichmolchs vollständig ausgebildet und die Männchen fallen durch einen gezackten Rückenkamm auf.
Wenn die Temperaturen gen Ende Herbst zu sinken beginnen, begibt sich der Teichmolch auf die Suche nach einem geeigneten Winterversteck. Als solche können Stein- oder Totholzhaufen, Löcher und Höhlungen im Boden oder im Siedlungsbereich nicht selten auch Keller und Garagen dienen. Habt ihr zuvor eine braune, schuppenlose Eidechse in eurer Garage gefunden, so habt ihr bereits Bekanntschaft mit dem Teichmolch gemacht.
Fabian Kruse für ArtenReich
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