Amphibien auf der Spur, Teil 4
- 24. März
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Apr.
Die Frühaufsteher - der Moorfrosch
Habt ihr bereits zuvor vom Moorfrosch gehört, hat dies wahrscheinlich einen Grund:
Die Männchen der Art werden zur Paarungszeit blau.

Diese verblüffende Verfärbung, die Moorfroschmännchen zur Balz durchlaufen, haben den Moorfrosch zum Objekt diverser Naturdokus gemacht und dies zu Recht, denn wer einmal Zeuge eines solchen Geschehens geworden ist, wird zustimmen, dass es ein wahres Spektakel ist.

Begebt ihr euch derzeit bei sonnigem Wetter auf Spaziergänge entlang von Seen, Mooren und Weihern, lohnt es sich nach den „rupfenden“ Balzrufen der Männchen („ua-ua-ua“) zu lauschen und auffälligen blauen Bläschen bzw. Unebenheiten im Wasser Ausschau zu halten, denn diese könnten sich als Moorfrösche entpuppen.
Außerhalb der Balzsaison ist der Moorfrosch jedoch weitaus weniger farbenfroh und lässt sich auf den ersten Blick kaum von seinem Cousin, dem Grasfrosch (Rana temporaria), unterscheiden.
Vergleicht man die Arten jedoch, lässt sich feststellen, dass der Moorfrosch gedrungener und rundlicher als der Grasfrosch wirkt und generell kleiner als dieser ist.
Weitere ausschlaggebende Merkmale, die auf den Moorfrosch hinweisen, sind dessen spitz zulaufende Schnauze, das Fehlen von Fleckenmustern auf dem weißen Bauch und diverse Zeichnungen, die beim Moorfrosch besonders häufig auftreten:

So besitzt fast jeder Moorfrosch einen hellen vertikalen Streifen auf dem Rücken, der teilweise durch zwei weitere dünne Streifen ergänzt werden kann. Auch haben Moorfrösche häufig Muster aus hellen und dunklen Flecken auf ihrem Rücken, die diesen „warzig“ erscheinen lassen können. Die dunkle Augenmaske sowie die „Tigerstreifen“ auf den Hinterbeinen teilt der Moorfrosch mit dem Grasfrosch.
Fabian Kruse für ArtenReich
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