Amphibien auf der Spur, Teil 3
- 11. März
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Aktualisiert: vor 3 Tagen
Die Frühaufsteher - der Grasfrosch
Obwohl er gerne mit dem später aktiven Laubfrosch (Hyla arborea) verwechselt wird, zählt der eher unscheinbare Grasfrosch (Rana temporaria) ebenfalls zu den bekannteren heimischen Amphibien.
Diese Verwechslung lässt sich übrigens nicht auf visuelle Ähnlichkeiten der Arten zurückführen, sondern geht viel mehr von der irreführenden deutschen Namensgebung (Grasfrosch – meist bräunliche Farbgebung, wie gefallenes Laub; Laubfrosch – tiefgrüne Farbgebung, wie frisches Gras) aus.

Auch wenn ein Großteil der Grasfrösche generell im typischen Braun erscheint, besitzt der Grasfrosch das bei weitem variabelste Erscheinungsbild unter den heimischen Braunfroscharten. Die Rückseite der Tiere kann so von hell- bis dunkelbraun, rot-orange, gelblich oder sogar leicht grünlich variieren.
Hinzu kommt, dass Grasfroschmännchen während der Balzzeit eine Verfärbung durchlaufen, die ihre Haut bläulich oder leicht schwärzlich erscheinen lassen kann.
Davon abgesehen, ähneln sich alle Grasfrösche in ihren übrigen Merkmalen: Eine weiß-gelbliche Bauchseite mit dunkleren Punkten und Flecken, eine dunkle Augenmaske, „Tigerstreifen“ an den Hinterbeinen, diverse dunkle Fleckenmuster auf der Rückseite und eine breite rundliche Schnauze.

Unternehmt ihr bei sonnigem Wetter, insbesondere nach einem regnerischen Tag, einen Waldspaziergang, stehen die Chancen auf eine Begegnung mit dem Grasfrosch hoch. Zwar verlaufen die Wanderungen des Grasfroschs meist etwas verborgener als die der Erdkröte (Bufo bufo), dennoch lassen sich häufig einzelne Tiere oder Paare beim Queren von Wegen beobachten.
Verweilt ihr an solchen Tagen in der Nähe von Weihern oder Waldtümpeln, lohnt es sich zudem, genau zu lauschen, um das charakteristische langgezogene Knurren („urrrrr“) der Grasfroschmännchen zu hören.
Fabian Kruse für ArtenReich
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