top of page

Aschenbecher-Aktion in Neuhaus

  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Dem Müll entgegen!


Im Rahmen der Projektwoche der Biosphärenschule Neuhaus hat ArtenReich Elbtalaue gemeinsam mit Schüler:innen der 5. Klasse die Aktion „Amt Neuhaus-kippenfrei“ gestartet. Drei Tage lang haben wir zusammen Müll gesucht, Neues gelernt und Aschenbecher gestaltet.


Die Frage, was man alles in der Natur finden kann, muss leider immer auch mit dem Begriff „Müll“ beantwortet werden. Dabei sind die häufigsten Funde - wenn auch eher unscheinbar - Zigarettenstummel. Diese bergen sogleich mehrere Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt.


Neben den gesundheitsschädlichen Auswirkungen beim Rauchen selbst, vergiften achtlos weggeworfenen Kippen Tiere, die diese mit Nahrung verwechseln. Über den Boden werden die Schadstoffe von Pflanzen aufgenommen und gelangen auch ins Trinkwasser. Schon eine Zigarette reicht dabei aus, um 1.000 Liter (!) Wasser zu verunreinigen!


Zusammen mit den Kindern wurde also beschlossen, das Problem anzugehen:


Zuerst wurden Müll und Zigarettenkippen gesammelt. An einigen Orten haben wir auf kleiner Fläche hunderte Zigarettenstummel gefunden!!! Das war nicht nur viel Arbeit, sondern auch „ganz schön eklig“, wie einige Kinder äußerten. Viele der Kinder begegneten dem bloßen Wegwerfen der Kippen mit Unverständnis.


Müllsäcke und Bollerwagen mit Müllgreifern
Vorbereitungen zum Müllsammeln © Hannah Dietterle
Einige Stimmen der Kinder zeigten: Zigaretten sind „ganz schön eklig“, „die stinken“ oder am besten solle man einfach „nicht rauchen“ oder wenigstens seinen Müll „ordentlich wegwerfen“.

Beim Sortieren des Mülls sind die Ausmaße zum Vorschein gekommen. Im Volumen wurden Kunststoffe am häufigsten gesammelt, während in der Menge der Einzelstücke die Zigarettenstummen überwogen haben. Das Müllsortieren hat den Kindern zugleich das richtige Mülltrennen näher gebracht.


  • Kinder beim Müll sortieren
  • Sortierter Müll

Um das Müllproblem zu verbessern bedarf es jedoch mehr als Sammeln und Sortieren. Die Lösung: Aschenbecher aufstellen und die Leute auf das Problem aufmerksam machen!


Also ging es an die Arbeit: Die vorgebauten Aschenbecher wurden geschliffen und bemalt.


  • Schleifen der Aschenbecher
  • Grundieren der Aschenbecher
  • Gestalten der Aschenbecher
  • Fertig bemalter Aschenbecher

Die selbstbemalten Aschenbecher wurden anschließend in Neuhaus mit Hilfe von GaLaBau Kallweit und einer motorisierten Ramme aufgestellt. Anschließend wurden die Aschenbecher an den Pfahl geschraubt. Fertig!


  • Aufstellen des Pfahls mit einer Ramme
  • Befestigter Aschenbecher

Nun geht es darum Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. Denn leider ist es gesellschaftlich noch immer üblich, die Kippen einfach wegzuschmeißen, in den Boden zu treten oder im nahegelegenen Gulli zu entsorgen. Ganz nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn. Dabei sollte es doch nicht so schwer sein, zum nächsten Aschenbecher zu gehen oder einen Taschenaschenbecher mitzunehmen - der passt sogar in die Hosentasche.


Die Kinder haben mit viel Freude und Engagement mitgemacht und haben eine Bitte an alle Raucher: Zigaretten einfach in den Aschenbecher werfen, das ist kinderleicht!


Schild mit Mitteilung an Raucher:innen
Schild für die Aschenbecher © Hannah Dietterle

Lasst uns also gemeinsam auf unser Umfeld achten, um Müllverschmutzung zu vermeiden!


In diesem Sinne möchten wir uns ausdrücklich für die Zusammenarbeit bei allen Unterstützer:innen der Aktion sowie der Gemeinde Amt Neuhaus bedanken. Auch den NUGG e.V. aus Lübtheen möchten wir hier erwähnen, der bereits selbst eine Aschenbecher-Aktion durchgeführt und uns inspiriert hat.


Hannah Dietterle für ArtenReich


Kommentare


Symbol-Artenreich-Elbtalaue

Newsletter abonnieren

Es gelten die Datenschutzbestimmungen dieser Webseite.

bottom of page